Hundegesetz und Freilaufflächen

Hallo Hundefreunde. Hier habe ich mal einen Schriftwechsel zum Thema Freilaufflächen für euch. Ich kann mir vorstellen, dass meine Vorschläge, auf den ersten Blick etwas befremdlich wirken können. Sie sollen aber auch, die Probleme hinter den Kulissen aufzeigen, die in der Öffentlichkeit ungerne diskutiert werden. Bitte bedenkt, dass es mir um ein Miteinander, basierend auf gegenseitiger Rücksichtnahme, die bei vielen Hundehaltern nicht weit verbreitet ist, geht. Ich bin nicht nur Hundehalter, ich bin auch Hundetrainer und Bürger diese Stadt und ich lebe in der schönsten Stadt der Welt. Wenn ich mit Lisa und James unterwegs bin, bin auch ich in Hamburg unterwegs. Ich nehme meine Hunde fast überall mit hin. Meine Spaziergänge gehen wie bei den Meisten durch die Stadt, ihre Wiesen und Parks. Ich bin viel an der Elbe unterwegs und ich liebe es mich bei guten Wetter in ein Café an der Elbe zu setzen. 

Seit ich das Angebot bekommen habe mich an dem Prozess zur Verbessrung des Miteinanders von Hundehaltern und ihrer Hunde und Nicht-Hundehalter zu beteiligen, habe ich mit vielen Menschen gesprochen, habe viele Meinungen und Ansichten gehört. Was ich persönlich bemerkenswert finde, ist: Dass ich mich viel mehr mit den Beschwerden und Ängsten der nicht Hundehalter identifizieren kann, als mit den Aussagen des Tierschutzvereins und der Hundelobby und einem Teil der Hundehalter.

Seit Jahren versuche ich im Kleinen in meine Hundeschule bei meinen Kunden auch ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir Alle diese Stadt bewohnen und Alle Anspruch darauf haben sich in den Grünflächen der Stadt frei zu bewegen und sich frei und ungezwungen zu fühlen. Einer der Sprüche die ich als absolut inakzeptabel empfinde ist der Spruch; KINDER MÜSSEN LERNEN WIE SIE MIT HUNDEN UMZUGEHEN HABEN: Wenn ich diesen Spruch höre, fällt bei mir sofort die Klappe. 

Etwas Dümmeres und unqualifizierteres zum Thema Hunde und Kinder kann ich mir nicht vorstellen. 

Die Verantwortung für die Unversehrtheit Dritter, liegt beim Hundehalter ganz allein, diese Verantwortung auf Dritte und im besonderem auf Kinder zu übertragen, halte ich nicht nur für falsch, ich halte es auch für verantwortungslos und gefährlich.

Mit was für einer Arroganz und Überheblichkeit können Menschen das Wohl Ihrer Tiere über das von Menschen und im Besonderen über Kindern stellen? Warum soll ein Mensch, der nichts mit Hunden am Hut hat, sie möglicherweise nicht Mal mag oder sogar wegen schlechter Erfahrungen, Angst vor Hunden hat, Rücksicht auf unser Hobby nehmen?  Selbstverständlich freue auch ich mich, wenn Menschen Rücksicht auf mich nehmen, dass sollten wir würdigen und dankbar annehmen. Diese Rücksicht aber offensiv einzufordern ist für mich der falsche Weg. Warum sollen Menschen die nichts mit Hunden am Hut haben, sich mit unserem Hobby auseinandersetzen und sich Wissen aneignen? So werden wir nie ein harmonisches auf gegenseitiger Akzeptanz basierendes Miteinander erreichen. Um euch mal einen Eindruck zu vermitteln wie in dieser Diskussion argumentiert wird, habe ich euch mal meinen Vorschlag zur Umgestaltung der Hundeverordnung und die darauffolgende Stellungnahme des Tierschutzvereines mit eingestellt. Ich würde mich freuen, wenn ihr diese Schreiben durchlesen, drüber nachdenken könntet und mir eine Rückmeldung geben könntet. 

In diesem Sinne nicht vergessen Hundeerziehung ist einfacher als Ihr denkt...

Viele Grüße und ein sonniges Wochenende wünschen euch Lisa, James und Sven  

Hier die Stellungnahme des Tierschutz Vereins zu den von mir gemachten Vorschlägen.

Wenn du dich bis hierhin durch die Texte gearbeitet hast, magst du mir möglicherweise auch eine Rückmeldung darüber geben, wie du diese Sache beurteilst, ich würd mich über jede Meinung freuen.

 

Danke für dein Interesse und  nicht vergessen, Hundeerziehung ist einfacher als du denkst.

 

Es grüßen dich Lisa, James und Sven