die ersten Tage mit dem neuen Hund

 

Ein Welpe kommt ins Haus, jetzt nur keine Panik. 

Der erste Tag mit einem neuen Hund ist etwas ganz Besonderes. Auch wenn “nur“ ein Hund ins Haus gekommen ist, ist doch auf einmal, Alles anders. Da tapst auf einmal so ein kleines, niedliches, Wollknäuel durchs Haus und ist auf einmal der Mittelpunkt. 

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als vor über 15 Jahren Paula bei mir eingezogen ist. Als Paula nach der ersten Nacht, im neuen Zuhause, dann morgens vor mir stand und mich mit ihren niedlichen Mandelaugen anstarrte und schwanzwedelnd vor mir saß und ich nicht wusste, was soll ich jetzt machen, was möchte sie von mir? 

 

Hier ein paar kleine Tipps, wie Sie die ersten Tage, mit Ihrem neuen Familienmitglied, gut überstehen. Den Hund vom Züchter oder der Pflegestelle abholen: 

Ich habe in den vielen Jahren in denen ich jetzt mit Hunden arbeite, die Abenteuerlichsten Geschichten darüber, wie viel Aufwand betrieben wird um einen Hund nach Hause zu holen, gehört. 

Ich kann Ihnen nur empfehlen, machen Sie sich nicht verrückt. Sie müssen den Transport nicht generalstabsmäßig planen. Sicher ist es für den Welpen nicht leicht aus seinem gewohnten Umfeld gerissen zu werden, dass bedeutet aber nicht, dass der Hund Traumatisiert wird, wenn Sie ihn abholen und nach Hause holen. Wenn Sie Ihren neuen Begleiter abholen, bereiten Sie ihr Auto etwas vor. Eine Decke, die in Zukunft gerne als Hundedecke fürs Auto genutzt werden soll, ist eigentlich schon alles was Sie benötigen. Legen Sie die Rückbank oder die Ladefläche des Kombis einfach mit der Decke aus, und wenn Sie dann noch zu zweit sind, kann Garnichts mehr schiefgehen. Einer fährt, der Andere setzt sich zu dem Kleinen und ist einfach nur da und passt auf, dass der Kleine nicht im Auto rumturnt. Und schon sind Sie ohne viel Aufwand Zuhause. Zwischenstopps, Wasservorräte oder Futter sind meiner Meinung nach überflüssig. Lassen Sie den kleine einfach in Ruhe und er wird die Fahrt friedlich verschlafen. 

Zuhause angekommen, gehen Sie als erstes auf eine kleine Wiese oder ein Rassenstück in der Nähe und lassen den kleinen dort erst mal 10 Minuten ganz in Ruhe, ohne das Sie sich groß einmischen, schnüffeln und ggf. sein Geschäft machen. Dann gehen Sie nach Hause. Zuhause angekommen lassen Sie den Kleinen erst einmal ganz in Ruhe, er schaut sich jetzt erst mal alles ganz in Ruhe an. Dabei sollten Sie ihren neuen Mitbewohner nicht stören. Ja das fällt schwer ist aber sehr hilfreich für das Eingewöhnen. 

Schlafplatz und Futter: 

Der Schlafplatz ist so eine Sache, als Tipp kann ich Ihnen mitgeben, bauen Sie sich selbst ein Hundebett.

 

Eine Anleitung finden Sie hier.

 

Der Eigentliche Schlafplatz sollte, wenn Sie die Möglichkeit haben, etwas Abgesetzt zum Rest der Wohnung sein. Die Ecke hinterm Schrank im Arbeitszimmer bietet sich immer sehr an oder eine Anderer ruhige Ecke wo der Hund sich zurückziehen kann. Sollte der Hund seinen neuen Platz nicht annehmen, dann ist das auch kein Problem versuchen Sie es einfach an einer neuen Stelle. Sie haben Ihre Wohnung sicher auch mehrfach umgestellt bevor alles seinen Platz hatte. 

Der Platz für die Futternäpfe sollten Sie an einer gut zugänglichen Stelle aufstellen. Achten Sie darauf, dass sich die Wand dahinter gut reinigen lässt und durch überschwappendes Wasser keine Schäden an Wand und Boden entstehen können. Die erste Fütterung stellt fiele neue Hundehalter vor eine große Aufgabe, viele Menschen versuchen dem neuen Hund zu zeigen, dass es sein Fressen und sein Fressplatz ist. Viele kleine Hunde nehmen es dann aber so auf, dass der Mensch ihnen Zeigt, das ist mein Fressen, Finger weg. Diese Klippe können Sie ganz einfach umschiffen, in dem Sie dem Hund einfach das Fressen hinstellen und ihn ganz in Ruhe lassen, bis er gefressen hat, er wird schon fressen, wenn ihm danach ist. Vergessen Sie nicht, er ist durcheinander und schaut sich erst mal Alles an und versucht zu verstehen, was grade passiert. Lassen Sie ihrem neuen Mitbewohner ein bisschen Zeit. 

Auch die jetzt anstehenden Spaziergänge verunsichern die neuen Hundehalter oft. Auch hier ist es sehr einfach, dem Hund einen guten Start ins neue Leben zu geben. Schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe.   

Je nach dem, was Ihre privaten Lebensgewohnheiten zulassen, sollten Sie jetzt in regelmäßigen Abständen, in der Praxis haben sich Intervalle von 1 1/2 bis 2 Stunden bewährt, für ca. 10 Minuten rausgehen. Hierzu suchen Sie sich eine kleine Rassenfläche in der Nähe, max. 5 Minuten vom Haus weg und führen Ihren Hund dort hin. Jetzt heißt es Geduld haben. Auf der Wiese angekommen, machen Sie sich keine großen Gedanken. Der Hund schnüffelt erst einmal vorsichtig bis verhalten um seinen neue Umgebung kennenzulernen. Das ist aus meiner Sicht sehr wichtig, damit der Hund sich langsam an seine neue Umgebung gewöhnen kann und nicht schon in den ersten Wochen die ganze Welt kennenlernen muss. Das ist für junge Hunde sehr stressig und kontra produktiv. Der Hund muss sich an eine Vielzahl von neuen Geräuschen und Gerüchen gewöhnen, in dieser Zeit sollten Sie Ihrem Hund die Möglichkeit geben, seine Welt in seinem Tempo zu erkunden. Der Kurze tägliche Weg gibt dem Hund die Möglichkeit, all das zu tun und Sie stehen an seiner Seite und passen auf Ihn auf ohne ihn in Watte zu packen. Sie werden sehen, schon in wenigen Tagen bewegt sich Ihr Kleiner schon viel sicherer und selbstbewusster und er wird sehr schnell stubenrein. 

Sollte trotz ihrer Bemühungen mal was ins Haus gehen. BITTE nicht mit dem Hund schimpfen oder ihn gar, wie man es immer noch hört mit der Nase in seinen See oder Haufen stecken das ist für mich die reine Tierquälerei. 

Klar dürfen Sie sich ärgern, aber der Kleine muss es doch erst lernen.

 

Zusätzlich zu den täglichen Runden ums Haus, können Sie zwei drei Mal die Woche, die Welt erkunden. Auch hier können Sie mit wenig Aufwand große Erfolge erzielen. Suchen Sie sich eine schöne und ruhige stelle in einem schönen Park oder sonst wo. Hier setzen Sie sich einfach auf eine Bank oder eine mitgebrachte Decke, je nach Lust und Wetter. Den Hund lassen Sie wieder einmal in Ruhe und schauen einfach zu was er macht. Sie werden überrascht sein, was passiert. Sollten Sie noch unsicher sein, kann eine 10 Meter Schleppleine hilfreich sein um den Hund abzusichern und ihm dennoch möglichst viel Freiraum zu geben. Sie benötige keine Bälle oder sonstigen Firlefanz aus dem Tiersupermarkt, Genießen Sie es einfach ihrem Hund zuzuschauen und warten ab was er macht. Zu Anfang wird Ihr Hund neugierig und Interessiert umherstreunen, als bald aber wir er bei Ihnen ankommen und Schutz und Ruhe suchen, das ist der Moment wo Sie sich freuen, den Kleinen kurz durchkuscheln und Ihn weitermachen lassen. Auch hier ist wie so oft weniger mehr. Ich kann Ihnen sagen, genießen Sie diese Momente ohne den Hund ständig zu irgendetwas zu animieren. So kann der kleine Hund schon lernen sich an Ihnen und an Ihrem Verhalten zu orientieren. Er lernt, meine Menschen setzen Sich ruhig hin, das mache ich mal nach. Was in der Zukunft sehr hilfreich sein kann oder haben Sie nicht den Wunsch, in Zukunft das Leben auch an sonnigen Tagen mal in einem Café, mit Hund in der Sonne an Alster oder Elbe, zu genießen? 

 

Und noch ein Tipp, Das Klären Hunde unter sich oder das muss der Kleine lernen, sind die absoluten Blödmannsprüche und Hundehaltern die Ihnen sowas erzählen, disqualifizieren sich schon mal gleich als Tippgeber. Machen Sie in Zukunft um solche Schlaumeier einen großen Bogen.

 

Für weitere Fragen oder Individuelle Welpen Kurse, sprechen Sie mich gern an.